Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Katarina Barley

Dr. Katarina Barley

Liebe Besucherinnen und Besucher der ConSozial,

die Messe der Sozialwirtschaft beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema „Zukunft Inklusion“. In Deutschland leben rund 13 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen oder chronischen Erkrankungen. Das ist fast jede und jeder Sechste in unserem Land. Gleichwertige Lebensbedingungen in einer inklusiven Gesellschaft, also die Gestaltung eines wirklichen Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderungen von der Kita bis ins hohe Alter, sind ein anspruchsvolles gesellschaftliches Ziel. Bereits im Jahr 2009 hat Deutschland die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ratifiziert. Seitdem arbeitet die Bundesregierung mit vielen Partnerinnen und Partnern an ihrer Umsetzung.

Alle Menschen haben das Recht auf Selbstbestimmung und Gestaltung ihres Lebens. Manche benötigen hierbei eine besondere Unterstützung. Gute Beratungs- und Hilfsangebote, auch für die Angehörigen, sind Voraussetzung für Teilhabe, und es ist wichtig, dass die Angebote vor Ort zugänglich sind. Eine inklusive Gesellschaft fordert eine bessere Sozialraumgestaltung auf kommunaler Ebene. Inklusion zwingt, Gewohntes in Frage zu stellen, und ist nicht ohne Veränderung zu haben. Aber das Engagement lohnt sich; denn das selbstverständliche, solidarische Miteinander, ob mit oder ohne Beeinträchtigung, stärkt und bereichert unsere Gesellschaft. 

Deshalb freue ich mich, dass die ConSozial 2017 dazu einlädt und auffordert, über dieses Thema nachzudenken und gemeinsam neue Schritte zur Herstellung von Inklusion zu verabreden.


Unterschrift Dr. Katarina Barley 
Dr. Katarina Barley
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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